Sprache ist Schlüssel der Integration!

Experten informierten über komplexes Thema Zuwanderung

Über Chancen und Herausforderungen von Zuwanderer informierten auf einer öffentlichen Veranstaltung des CDU-Kreisverbandes Vechta Experten  aus Bund, Land und Kreis.

Einig waren sich alle, dass die Sprache der Schlüssel zur Integration liegt und den Kreisen, Städten und Gemeinden mehr finanzielle Mittel für die Betreuung der Flüchtlinge  erforderlich sind.

CDU-Kreisverbandsvorsitzender Dr. Stephan Siemer konnte mit Andr`e Berghegger, Ansgar Focke, Hartmut Heinen und Reinhard Möller vier ausgewiesene Experten zum Thema begrüßen. In Eingang-Statements informierten die Redner mit Daten und Fakten über die Situation des Zuzugs von rund 300.000 Zuwanderern in diesem Jahr. „Weltweit waren nach dem letzten Krieg noch nie so viele Menschen wie derzeit auf der Flucht“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Andre Berghegger. 60 Prozent der Zuwanderer kommen aus Europa, 40 Prozent aus Drittstaaten. Der Bund stelle für 2014 und  2015 eine Milliarde Euro  zur Verfügung.

„Niedersachsen ist in der Flüchtlingshilfe nicht gut aufgestellt“, stellte der CDU-Landtagsabgeordnete Ansgar Focke fest. Die Zuweisung von Flüchtlingen an die Kommunen mit einer Vorlaufzeit von nur einer Woche, ohne genaue Angaben über die Personen und deren Herkunftsländer sei ein Unding. Politiker sollten auch den Mut haben zu sagen, dass Zuwanderer aus sicheren Herkunftsländern wieder in ihre Heimat zurückgeschickt werden müssten.

Im Landkreis Vechta beträgt der Ausländeranteil 7,9 Prozent und der Bürger mit Migrationshintergrund liegt bei über 26 Prozent. Weit über dem Landesdurchschnitt, erklärte Erster Kreisrat Hartmut Heinen vom Landkreis. Dieser fördere über das übliche Maß hinaus das Erlernen der Sprache und wende dafür eigene Mittel auf.

Reinhard Möller, Geschäftsführer des Caritas Sozialwerkes, das die Flüchtlingsheime im Oldenburger Münsterland betreibt, konnte aus eigenen Erfahrungen berichten, wie die Flüchtlinge im „gastfreundlichen Oldenburger Münsterland“ willkommen geheißen werden. “Es gibt keine guten und schlechten Flüchtlinge, sprechen Sie mit ihnen“, so sein Appell.

Fragen der Krankenversicherung für die Asylanten, schnelle Entscheidungen bei den Verfahren, europäische Lösungen bei der Verteilung der Flüchtlinge auf die Länder und Sprachkurse standen im Mittelpunkt der Diskussion. Für die Städte und Gemeinden dankte Martin Wiewerich von der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden dem Kreistag für die finanzielle. Unterstützung bei der Sprachförderung.
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BU
Über das Thema Zuwanderer und Flüchtlinge informierte der CDU-Kreisverband Vechta. Von links: Dr. Stephan Siemer, Andre Berghegger, Ansgar Focke, Katharina Willenbrink, Hartmut Heinen und Reinhard Möller. Foto: Esslinger

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